11.04.2019 10:47 Alter: 163 Tage

100 Jahre Frauenwahlrecht: „Gleichberechtigung gehört nicht auf die lange Bank“


In historischen Kostümen erinnerten unter anderem die SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Regina Jäck, Hildegard Jürgens, Annkathrin Kammeyer, Juliane Timmermann, Dora Heyenn, Gabriele Dobusch, Anne Krischok, Astrid Hennies, Martina Koeppen und Peri Arndt an die Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren (v.l.n.r. , Foto: SPD Bürgerschaftsfraktion).

Mittwoch, den 10.4.2019, Hamburg. In der Hamburgischen Bürgerschaft debattieren die Abgeordneten heute auf Anmeldung der SPD-Bürgerschaftsfraktion die Gleichstellung von Frauen und Männern.

Mit dem Titel „100 Jahre Frauenwahlrecht: Gleichberechtigung der Geschlechter bleibt Verpflichtung für Hamburgs Demokratie und Gesellschaft“ mahnen die Abgeordneten, dass die Gleichberechtigung von Frauen und Männern bis heute keine Selbstverständlichkeit ist und rücken die aktuellen Debatten der Gleichstellungspolitik etwa um die Parität im Parlament, die Frauenquote und den Gender Pay Gap einmal mehr in den Mittelpunkt. Bereits vor der Bürgerschaftssitzung haben die Abgeordneten der SPD-Fraktion mit einer außergewöhnlichen Aktion auf das Thema hingewiesen: In historischen Kostümen und mit Plakaten aus der Weimarer Republik demonstrierten die Abgeordneten auf der Reesendammbrücke für mehr Gleichberechtigung und erinnerten an die Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren.

Ich selbst hielt diese Rede in der Hamburgischen Bürgerschaft:

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren!

Am 16. März 1919 um 18.47 Uhr der historische Moment: Zum ersten Mal eröffnet in Deutschland eine Frau ein Parlament. Die Alterspräsidentin Helene Lange begrüßt die frischgewählten Abgeordneten mit "Meine Herren und Damen" und fordert sie auf, sich " "eine restlos demokratische Grundlage des neuen Staates zu schaffen".
17 der 185 Abgeordneten sind Frauen.

Für die SPD: Marie Bautz – Emmy Kämmerer – Martha C. W. Kimmerling – Adele Reiche – Johanna C. A. Reitze – Minna Schröder – Ida Stengele – Julie J. H. Stubbe – Grete M. Zabe

 So manche von Ihnen wissen, dass ich seit Jahren Führungen durchs Rathaus anbiete, die den Titel "...auf den Spuren von Frauen" trägt.
Immer geht es durch die prachtvollen Räume oben im ersten Stockwerk. Immer steht die Frage im Raum, welche Spuren sich finden lassen. Von den genannten Frauen findet sich genau KEINE Spur.

Auch nach dem zweiten Weltkrieg sind am 13. Oktober 1946 von den 110 Abgeordneten 17 Frauen gewählt worden.

Für die SPD: Olga Brandt-Knack – Martha Damkowski – Hedwig Günther – Magda Hoppenstock-Huth – Paula Karpinski – Annie Kienast – Berta Kröger – Gertrud Lockmann – Hilge Nordmeier – Elisabeth Ostermeier – Frieda Roß – Emmy Schaumann – Erna Steffens – Paula Westendorf – Grete Wöhrmann

Wo und wie und welcher Form können wir den Frauen, den ersten, die das erste Mal die historische, heroische, einmalige Leistung vollbrachten, uns Frauen in die parlamentarische Geschichte einzuschreiben, entsprechend würdigen? Wie können wir für die zukünftigen Generationen anschaulich darstellen, wie sie und in welcher Art sie zum Gedeihen des parlamentarischen Wesens beigetragen haben?

Wenn ich mir was wüschen dürfte, käme ich keineswegs in Verlegenheit: All die wunderbaren Frauen in diesem unserem Rathaus präsentiert und repräsentiert zu finden, damit wir sie bewundern, achten, uns an ihnen ein Beispiel nehmen können.

Wie sagte doch Dr. Elsbeth Weichmann lakonisch auf die Frage nach der gemeinsamen Tätigkeit mit ihrem Ehemann:
„Wir sind beide in einem Geschäft tätig gewesen. Mein Mann als Bürgermeister. Ich bin in der Bürgerschaft und in den Ausschüssen.“

Vielen Dank!


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