24.09.2019 10:05 Alter: 81 Tage

Elf jüdische Friedhöfe in Hamburg - ein Besuch auf dem Altonaer


Hamburg, Sonntag den 22.9.2019. Ein langgehegtes Vorhaben nunmehr umgesetzt: Den jüdischen Friedhof in Altona wollte ich endlich kennenlernen. Hinter hohen Gittern scheinen die verwitterten Grabsteine vor sich hin zu schlummern. Unbeachtet, unbesucht.
Doch weit gefehlt. Der Friedhof mit seiner wechselvollen Geschichte gilt als gut erforscht, wird mit Unterstützung des Landesdenkmalamtes, u.a. mit professionell ausgebildeten Steinmetzinnen, dokumentiert wie rekonstruiert und im 2007 eröffneten Eingangsgebäude, dem nach dem in Auschwitz ermordeten Rabbiner Eduard Duckesz benannten, in zahlreichen Büchern präsentiert.
Er ist der älteste jüdische Friedhof in Hamburg, der älteste mit portugiesischen Grabsteinen in Norddeutschland. Eine Stätte rarer Spuren also, die die einstmals so blühende portugiesisch-jüdische Gemeinde hinterlassen hat. Altona, das als tolerante Stadt galt, bot Aufnahme für die durch die spanische Inquisition verfolgten sephardischen Familien.
Von 1611 bis zu seiner Schließung 1877 wurde er für die sephardischen Familien, dann auch für die aus dem Osten stammenden aschkenasischen Juden zum gemeinsamen Friedhof. Mit mehr als 7600 Grabmälern kann er auch als einer der bedeutendsten der Welt  erachtet werden. Geschichte und Geschichten blinken auf, erzählen die ungewöhnlich häufig bebilderten Grabsteine, offensichtlich der Mode des romantischen Zeitalters folgend, über die Berufe, die Familientraditionen. Namen bekannter Hamburger oder Altonaer Familien sucht man fast vergebens, doch Moses Mendelssohns Witwe Fromet Mendelssohn und Heinrich Heines Vater Salomon sind zu finden, wie auch viele der Bankiersfamilie Warburg.

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